Immer wieder taucht die Frage auf, ob man sein Sportgepäck zum Windsurfen oder Kitesurfen nicht versichern kann. Ich habe bereits mehrfach danach recherchiert und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass eine zusätzliche Reisegepäckversicherung keinen Sinn für Euren Surfstuff macht, denn eigentlich schließt jede Versicherung all die Fälle aus, die uns betreffen, insofern ist es rausgeschmissenes Geld.
Hauptproblemfall, nicht nur im Urlaub, ist das Surfgepäck auf dem Autodach. Das ist nicht versicherbar und somit ist der Verlust auch durch keine Versicherung gedeckt! Anders ist es bei Flugreisen, hier haftet in der Regel die Fluggesellschaft. Also ab Gepäckaufgabe bis Empfang am Zielort müsst Ihr Euch kaum Sorgen machen. Aber unbedingt vor Ort direkt auf Schäden checken - häufig ist die Reklamationsstelle der Fluggesellschaft in unmittelbarer Nähe zum Gepäckband, und wenn Ihr erstmal weg seid wird es deutlich schwieriger.
Auch der Weitertransport vom Flughafen zum Hotel oder auch die Lagerung vor Ort ist nicht versichert, bei Verlust oder Beschädigung zahlt Ihr, auch bei kostenpflichtigen Lagerungsangeboten. Übrigens auch eine Kaskoversicherung für Euer Material z.B. am Strand gibt es nicht. Kommt Ihr zum Board zurück und die Nase ist ab, dann habt Ihr leider Pech und müsst den Schaden zahlen.
Unbedingt abschließen solltet Ihr allerdings eine Kaskoversicherung an einer Surfschule, denn auch für Schäden an gemietetem Material haftet Ihr voll, zumeist zahlbar sofort und in bar. Schnell kommen da 200 Euro auf Euch zu, die die Urlaubskasse stark belasten können. Solche Versicherungen werden an allen großen Surfcentern mittlerweile angeboten, und der Abschluss lohnt sich, denn es surft sich unbeschwerter.


